Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Händen um die Erlaubniß, ein Bischen bei ihnen bleiben zu dürfen. Da unten verſtehe ihn Niemand und nirgends bezeige man ihm einige Freundſchaft. Sie bewilligten ſein Geſuch: denn Donatus Kwik war trotz ſeines dummen Ausſehens ein verſtändiger Burſche und zeigte ſich ſehr dankbar für das geringſte Zeichen von Freundlichkeit.

Während des Spaziergangs erwähnte Jan ſcher⸗ zend der Tochter des Bürgermeiſters und des Fräu⸗ leins vom Schloſſe, welche Donatus nach ſeiner Rück⸗ kehr aus dem Goldlande zu heirathen Luſt bezeigte. Der junge Bauer wurde ernſt, und es ging aus ſeinen Erklärungen hervor, daß er eine demüthigere Liebe im Herzen trug. Er hatte ſeit Jahren ſein Auge auf eine der Töchter des Feldwächters von Natten⸗ Haesdonk geworfen, und das Mädchen war ihm nicht abgeneigt; aber der Vater, der einige Güterſtücke be⸗ ſaß, hatte ihn mit Verachtung abgewieſen, weil er zu arm war, ſelbſt da er ſchon ſechszehnhundert Francs von ſeiner Tante geerbt hatte. Was Donatus von des Bürgermeiſters Tochter und von dem Schloß⸗ fräulein geſagt hatte, war nur eitle Prahlerei ge⸗ weſen. Es war Niemand anders, als Feldwächters Aennchen, die ihm im Kopf ſteckte. Er hatte ſein Dorf verlaſſen, aus Scham und Verzweiflung, weil Aennchens Vater ihn grob zur Thüre hinausgeworfen, als er es gewagt hatte, den Wunſch ſeines Herzens ihm auszudrücken. Der einzige Grund ſeiner Reiſe nach dem Goldland war die Begierde, ſich an dem Garde-champétre*) dadurch rächen zu können, daß

*) Feldwächter. A. d. U.