Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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und Kinder im Elend ſitzen ließen und das letzte Geld mitgenommen haben, um nach Kalifornien zu gehen; verlorne Jungen, die ihren Eltern durch ihr zügelloſes Leben Schande machten; Verſchwender, die jetzt völlig mittellos ſind, erſchöpfte Spieler, ver⸗ dorbene Börſenleute, Bankrottirer und ſelbſt entlaſ⸗ ſene Strafgefangene.“

„Schöne Geſellſchaft!“ ſeufzte Victor.„Hätte ich das vorausſehen können!“

„Du würdeſt zu Hauſe geblieben ſein?“

„Nein; aber ich hätte doch den Jonas nicht zur Reiſe genommen.“

„Bah, wir haben einmal mit dem ſeltſamen Trupp uns eingeſchifft und müſſen jetzt eben mit⸗ fahren wie es im Sprichwort heißt. Du darſſt nicht ſo zartfühlend ſein, Victor. Du konnteſt doch wohl vorausſehen, nicht wahr, daß Du auf der langen Seereiſe und dort in einem noch wilden Lande ganz

andere Dinge ſehen und hören müßteſt, als an der

Seite Deiner gottesfürchtigen Mutter und in Geſell⸗ ſchaft der ſanften Lucia Moreels?“

„Gewiß, Jan, und ich nehme ohne Groll das Loos an, wie es ſich mir bietet. Es wird mich je⸗ doch Mühe koſten, an die rohen Menſchen mich zu gewöhnen! Ihre Worte und Manieren verwunden mein Gefühl und betrüben mein Herz.“

„Es wird ſo ſchrecklich lang nicht dauern,“ rief Creps munter,„der Jonas iſt ein guter Segler.“

„In der That, Jan, er ſegelt vortrefflich. Sieh, wie er die gekräuſelten Wogen durchſchneidet und lieblich ſich auf die Seite neigt, als wollte er ſich von uns bewundern laſſen.“