Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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der aus ſeinem Lande um unbekannter Gründe wil⸗ len entwichen war; ein deutſcher Bankier, der Alles im Rouletteſpiel zu Homburg verloren hatte; ein junger Edelmann aus Weſtflandern, der die letzten Ueberreſte ſeines väterlichen Vermögens noch zu Ant⸗ werpen vor ſeiner Abreiſe verſchwelgt hatte; ein Zei⸗ tungsſchreiber, ein Doctor der Medicin und ein fran⸗ zöſiſcher Officier, der ſich rühmte, ſeinen Oberſten im Zweikampf getödtet zu haben.

Auf den erſten Blick dachte Victor, er habe ſich

über das Loos nicht zu beklagen; und in der That,

da unſere Freunde einen Platz zweiter Klaſſe auf dem Schiff genommen hatten, wurden ſie nicht mit den ärmern Paſſagieren dritter Klaſſe vermengt, welche alle zuſammen, wie in einem Stall, im Zwiſchendeck des Schiffs ſchliefen und lebten.

Aber wie wurde ſein gefühlvolles Herz durch das rohe, unſittliche Geſpräch ſeiner Genoſſen verwundet! Schwüre und Flüche, eckelhafte Witze, barſche Aus⸗ fälle waren Alles, was er bei dem Mittagsmahl hörte. Dann bemexkteé er, daß die Stimme ſeiner Genoſſen matt und heiſer, daß ihr Auge von bleifarbigen Rändern umgeben, daß ſelbſt die Naſe des Doctors mit dem Purpurſchein einer fortdauernden Schlem⸗ merei bekleidet war. Es ſank ihm die Ueberzeugung ins Herz, daß er verurtheilt war, Monate lang als Tiſchgenoſſe und Freund mit Menſchen zu leben, welche im Trunke und in einem unordentlichen Trei⸗ ben alle Feinheit des Geiſtes und alles Gefühl für Sittlichkeit verloren hatten..

Während er ſo in Gedanken verſunken war, fuh⸗ ren ſeine Genoſſen eifrig in die Schüſſel und ver⸗