Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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vertheilen werde, um fortan gemeinſchaftlich aus

einer blechernen Schüſſel nach Matroſenart das Mit⸗ tagsmahl zu ſich zu nehmen.

Er las hierauf die Paſſagiere von einer Liſte ab, und ſo oft er acht Namen genannt hatte, rief er:

Erſte Gamelle! Zweite Gamelle! Dritte Ga⸗ melle!*)

Und als dieſe Verfügung trotz allen Murrens und Klagens in Vollzug geſetzt wurde, gab der Ka⸗ pitän ihnen zu verſtehen, daß von nun an das friſche Brod und das wenige Geflügel, das noch vor⸗

handen wäre, für die Kranken aufgeſpart werden

müſſe. Die Paſſagiere müſſen ſich alſo mit der täg⸗ lichen Seeration, beſtehend in geſalzenem Fleiſch, in Erbſen oder Bohnen, in Zwieback, einem Gläschen Genever und einem Liter trinkbaren Waſſers, begnü⸗ gen. Jede Gamelle mußte reihenweiſe und nach Wo⸗ chen einen ihrer Leute dazu aufſtellen, um das Eſſen für die Andern an der Kambuſe in Empfang zu nehmen.

Unmittelbar darauf wurde die Glocke geläutet, um zu der Austheilung des Mittagsmahls zu ſchrei⸗ ten. Man ſah von allen Seiten Männer mit Blech⸗ ſchüſſeln voll rauchender Speiſen daher laufen..., und einige Minuten nachher ſaßen alle die Paſſa⸗ giere rund um die Gamelle, der ſie zugetheilt waren.

Es war eine ſonderbare Speiſegeſellſchaft, welche das Loos Victor und ſeinem Freunde Jan gegeben hatte. Ein Prokurator der franzöſiſchen Republik,

*) gamelle: Matroſenſchüſſel.

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