Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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er ihnen mit guten Worten zu verſtehen, daß ſie ſich jetzt in den ihnen angewieſenen Kojen zur Ruhe be⸗ geben müßten. Man half den ermüdeten Leuten ihr Bett ſuchen, und endlich herrſchte auf dem Deck die völligſte Einſamkeit....

Um die Mitternachtsſtunde verließen die Boote in der Stille das Schiff und fuhren nach dem flä⸗ miſchen Ufer der Schelde. Sie kehrten bald ebenſo geheimnißvoll mit etwa fünfzig neuen Paſſagieren zurück. Unmittelbar darauf begannen die Matroſen in der Dunkelheit und bei Laternenlicht tannene Bretter herbeizuholen und zu klopfen und zu zim⸗ mern, daß das Verdeck davon erbebte, um Schlaf⸗ ſtätten, die zuvor gerichtet worden waren, da und dort anzubringen. Den ruhenden Paſſagieren in ihren Kojen fiel aber das nicht beſonders auf, denn man hatte Sorge getragen, ihnen allen vorher an⸗ zuzeigen, daß in der Nacht eine neue Küche zu ihrer Bequemlichkeit errichtet werden ſollte.

Es beſtanden in dem Hafen von Antwerpen, wie ſchon ehedem, Geſetze, durch welche beſtimmt war, wie viel Paſſagiere ein Schiff je nach ſeiner Größe einnehmen durfte. Eine Aufſichtscommiſſion unter⸗ ſuchte die Fahrzeuge vor ihrer Abfahrt, zählte die Paſſagiere, maß den Platz, der jedem im Zwiſchen⸗ deck zugetheilt war, wog und prüfte die Vorräthe, um ſich zu verſichern, daß es den Eingenommenen weder an Raum noch an genügender Nahrung fehlte. Auf dem Jonas war Raum genug, Vorrath zu viel, und Alles wurde nach Vorſchrift befunden für hundert Mann außer den Matroſen; aber wäh⸗ rend die Aufſichtscommiſſion ihre Unterſuchung mit