zu bedauern.... Aber wo bleibt doch Victor? Sollte er lahme Beine bekommen, nun die entſcheidende Stunde eingetroffen iſt?“
„Er und ſeine Mutter haben einander ſo Vieles zu ſagen,“ murmelte der alte Bürger.
„Sieh, Jan, dort kommen ſie,“ bemerkte der Bru⸗ der.„Die arme Lucia Moreels, ſie geht mit auf⸗ gerichtetem Haupte einher und ſcheint guten Muthes zu ſein; aber des Kapitäns Magd hat mir vertraut, daß ſie ſeit acht Tageu nichts als weint, ſobald ſie allein iſt.“
„Um ſo beſſer, Bruder.“
„Wie ſo?“
„Sicherlich, es iſt ein Beweis, daß ſie meinen Freund Victor innig liebt. Es freut mich für ihn.“
Die Perſonen, deren Nahen durch den Bruder Jan's angekündigt worden war, zeigten ſich bald an der Ecke der Straße. Es war eine bereits bejahrte Frau, die unter fortdauerndem Geſpräche neben einem blonden Jüngling einherſchritt und ihm mit ängſtlicher Zärtlichkeit die Hand drückte, während er mit Augen, die von freudiger Erregung ſtrahlten, den Blick auf den feſtlich beflaggten Jonas richtete.
Ihm folgte ein Mann mit gebräunten Wangen und breitem Backenbarte, der ein ſehr junges Mäd⸗ chen, wunderzart und angenehm von Geſicht, an ſeinem Arm führte und lachend und ſcherzend ihr begreiflich zu machen ſuchte, daß eine Seereiſe nicht mehr als ein Ausflug nach Brüſſel mit der Eiſen⸗ bahn zu bedeuten hätte.
„Victor, Victor, beeile Dich, man lichtet dort bereits die Anker,“ rief Jan, der aufrecht in einem


