33² „Und dieſe Bedingung iſt?“ fragte Kemenaer er⸗ mache ſchrocken. den, „Sehen Sie wohl, Herr Kemenaer,“ antwortete und der Jüngling, auf Conrad weiſend,„der Mann, der auch dort vor Ihnen ſteht, iſt ein Engel von Treue und 1 Tag Güte. Er hat für mich geſorgt wie ein Vater, ſich abgehetzt wie ein Sclave. Um mir Zeit zu gönnen, ſo ra dem Künſtlerruhm nachzujagen, hat er das Brod an. haſtig ſeinem Munde geſpart; er hat mein Kreuz getragen, 3 mit mir durch Läſterung gelitten, ſeine Geſundheit, mein ſeine Ehre, ſeine ganze Exiſtenz aus Liebe zu dem 2 armen Dichter aufgeopfert. Er hat ſeinen Theil an ſie, meinem Elend auf ſich genommen, er muß ſeinen. Theil an meinem Glück, an meinem Reichthum haben. zitter Meine Bedingung iſt dieſe: Conrad war mir im gen. Elend ein Freund, ein Bruder; er ſoll im Ueberfluß werd mein Freund und Bruder bleiben: mit mir leben,— mich nie verlaſſen und über mein Vermögen ver⸗ fügen, wie wenn es ihm als volles Eigenthum zu⸗ gehörte.“ Conr Conrad lächelte zwiſchen Thränen der Freund⸗ Thür ſchaft und Dankbarkeit. Die Worte des Jünglings 1 hatten ihn ſo tief gerührt, daß er nicht ſprechen konnte. gab — Herr Kemenaer ergriff ſeine Hand, drückte ſie Peit feurig und ſagte: Thie „Sie dürften mich nicht mehr erkennen, guter 1 ſie p Conrad; ich nehme dieſe Bedingung mit Freuden an. aus Sie wiſſen, wie Laura Sie verehrte; ſie miſchte noch— ſehr oft den Namen von Ihnen in ihre Trauer. einie Laſſen Sie ein Band der Freundſchaft uns alle für Kem immer vereinigen. Laura, Berthold, Sie, Conrad, hielt
und ich, wir werden nur eine einzige Familie aus⸗ 5 F


