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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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verſtehen gegeben, daß eines armen Mädchens Leben davon abhinge und ſein edelmüthiger Eifer zur Er⸗ forſchung der Wahrheit einem nie wieder gut zu machenden Unheil vorbeugen würde. Der Richter hat die unglückſelige Heirath nicht hindern können; es iſt alſo unwahr, was Margret uns ſagte... Ber⸗ thold, Freund, ich vergieße Thränen über Dein Un⸗ glück; aber verliere den Muth nicht: die Zeit wird Deine grauſame Wunde heilen...

Der Jüngling ſchüttelte den Kopf und ſtand von ſeinem Stuhl auf. Mit einer Stimme, welcher er einen Ton von Feſtigkeit und Unterwerfung zu geben ſuchte, ſagte er:

Wohlan, Conrad, laß uns den Kummer mit Gewalt in unſerem Herzen erſticken. Es iſt nun ſo; Klagen können uns nichts helfen. Nehmen wir un⸗ ſer Geſchick wenigſtens mit der Ergebung der Ohn⸗ macht an. Morgen werden wir bereits fern von hier ſein. Vielleicht wird ein anderes Vaterland Dir Geſundheit und mir Ruhe des Geiſtes gewäh⸗ ren. Ja; denn ich will mich beſſern; ich werde ar⸗ beiten, allen den eiteln Träumen von Kunſt und Ruhm entſagen, und den Verſtand, der mir noch übrig bleibt, anwenden, um theilweiſe für Dich zu thun, was Du ſo liebevoll für mich gethan haſt.

Du beharrſt alſo bei dem ſchrecklichen Entſchluß? fragte Conrad traurig.Du willſt den abſcheulichen Monk um Hilfe anflehen?

Beider Aufmerkſamkeit wurde plötzlich durch den Widerhall einer Stimme abgelenkt, die von unten herauf rief:

Dort nicht, Herr! höher! Noch höher! Ganz

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