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Sie, Freund Kemenaer; ich werde ſie Ihnen zu⸗ ſtellen, ſobald wir aus der Kirche zurückkehren.“
Kemenaer hatte Grund, überzeugt zu ſein, daß Monk ihn betrog: gleichwohl hatte er ſolche Furcht vor der tiefen Verſchlagenheit ſeines Feindes, daß er ihm folgte, ohne noch ein⸗Wort weiter zu ſprechen.
Beide traten in den Saal, wo Laura, die Augen zu Boden geſchlagen, auf einem Stuhle ſaß, während Jedermann ſie ſtill betrachtete.
„Iſt Herr van Dol, unſer zweiter Zeuge, noch nicht hier?“ rief Monk mit einer Stimme, die Angſt und Ungeduld verrieth.„Ich will in der Allee nach ihm ſehen, und kommt er nicht, ſo gehen wir doch ab, und müßten wir auf dem Stadthaus einen andern Zeugen nehmen. Halte Dich inzwiſchen bereit, Laura; ich komme ſogleich wieder, Dich zu holen.“
Er verließ den Saal und begab ſich über den offenen Platz nach dem Thore, um auf die Straße hinauszuſchauen. Die Frauen und Mädchen, die ſchon ſo lang daſtanden und warteten, um die Braut im Vorbeigehen bewundern zu können, wichen bei Seite und ließen, als Monk vorüberging, ein ſelt⸗ ſames Gemurmel und Geflüſter hören. Als er wie⸗ der durch das Thor zurückgekehrt war, rief die ſchwarze Lisbeth:
„Nun wohl, habe ich es Euch nicht geſagt, daß er keine Augbraunen hat und kein einziges Härchen an ſeinen Augen ſteht?“
„O mein, wie iſt er ſo häßlich!“ ſeufzte ein Mädchen.„Man ſollte darüber erſchrecken!“
2 andere
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