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„Fräulein wird ihrem Bräutigam keinen freund⸗ lichen Blick verweigern, nicht wahr?“ fragte Monk.
Das Mädchen ſtieß einen Seufzer aus, als bräche ihr das Herz im Buſen. Sie lächelte und ſuchte ihrem Angeſicht einen Zug von Freundlichkeit zu geben; aber in der Tiefe des Blicks, den ſie mit krampfhafter Gewalt über ſich ſelbſt gemildert hatte, lag unausſprechliche Angſt und tödtlicher Seelen⸗ ſchmerz verborgen.
„Ich habe keinen Kummer,“ ſagte ſie laut,„ich bin ohne Furcht;— aber um Gottes willen, laſſen Sie uns abgehen. Ach Monk, Monk, ſeien Sie doch nicht böſe über mich; vergeben Sie meine Aufregung; ich weiß nicht, was ich thue... Kommen Sie, nach dem Stadthaus, nach der Kirche.... o, eilen Sie, oder ich werde wahnſinnig!“
„Mit Freuden würde ich Deiner ſchmeichelnden Ungeduld entſprechen,“ antwortete Monk,„aber es iſt nicht möglich, meine Liebe. Unſer zweiter Zeuge läßt auf ſich warten; ohne ihn können wir nicht auf⸗ brechen. Halte Dich dazwiſchen gut und muthig und wehre unſere Freunde nicht ab, Deine prächtige Toilette zu beſichtigen. Dein Vater winkt mir; ich habe ein paar Worte mit ihm zu wechſeln.“
Sich zu der Geſellſchaft wendend, ſagte Monk im Tone gebietender Höflichkeit, welche Menſchen eigen iſt, die auf ihr Geld pochen:
„Meine Herren, ſeien Sie ſo gütig und nach⸗ ſichtsvoll, es iſt nicht übel zu nehmen, wenn ich Sie auf einen kurzen Augenblick verlaſſe. Ich habe meinem Schwiegervater ein einziges Wort zu ſagen. Belieben Sie die Braut ein wenig zu unterhalten;— ihre
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