Druckschrift 
Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

312

Sich erhebend, faßte er ſie bei der Hand, zwang ſie, von dem Stuhl aufzuſtehen, und wollte ſie nach der Zimmerthüre fortziehen; aber das Mädchen wider⸗ ſtand ſeinem Drängen mit ſolcher Kraft, als ob ihre Füße an den Boden gefeſſelt geweſen wären.

Mein Gott, mein Gott, ſchrie Kemenaer, ſich mit den Händen vor die Stirne ſchlagend,ſie will mich zu ewiger Schande verurtheilen!

Laura wurde von dem herzzerreißenden Schrei ihres Vaters tief getroffen. Als wäre es zu einem plötzlichen Entſchluß in ihr gekommen, erhob ſie den Kopf, ſprang vorwärts nach der Thüre und rief mit einem wahnſinnigen Lachen auf dem Geſicht:

Komm, Vater, komm; es iſt geſchehen: ich über⸗ liefere mich dem Schickſal! Komm, Du ſollſt mit mir zufrieden ſein...

Und mit ſeltſamer Haſt lief ſie, von ihrem Vater gefolgt, hinunter. Als ſie jedoch Monks Stimme zwiſchen andern Stimmen hinter der Doppelthüre des Saals ertönen hörte, entſiel ihr der Muth. Mit langſamem Schritt und geſenktem Kopf trat ſie an der Hand ihres Vaters in den Saal.

Bei ihrem Erſcheinen durchlief ein Ausruf all⸗ gemeiner Bewunderung den Saal, und die Worte: wie ſchön! wie prächtig! waren die einzigen, welche Laura's Ohr zuerſt trafen. Daß ihre Augen roth, ihre Wangen bleich waren, das be⸗ fremdete die Anweſenden nicht; es war natürlich, meinten ſie, daß eine junge Braut ihren jungfräu⸗ lichen Stand beweinte und mit Betrübniß vom elter⸗

lichen Hauſe ſchied, um ein ganz neues Leben zu be⸗ ginnen, deſſen Unkenntniß ſie erſchreckt.

So der Se Aerger deckte, Abſcheu

Jed Lächeln

wenn ſi Freuden unſere? Es iſt ſollten doch nie Aufregr Lau Ihre G kleid rau Mit bringen!

mich, meiner Kem in ſeiner Hand ſe Lal Deines