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ſeiner Tochter und ſagte mit Verzweiflung in der Stimme:
„Laura, meine vielgeliebte Laura, vergrößere meine Leiden nicht. Du verſprachſt mir noch geſtern, ſtark und muthig zu bleiben; das Unglück auf Dich zu nehmen, um Deinen armen Vater vor Entehrung zu bewahren. Warum erfüllſt Du Dein liebreiches Verſprechen nicht? Herr Monk iſt bereits ſo tief ergrimmt; er hat bereits von ſeiner Heirath mit Dir abſtehen wollen, um ſeine Nache auf mich, auf Deinen unglücklichen Vater, niederfallen zu laſſen. Wenn Du ihn nun vor Jedermanns Augen durch Deinen unverholenen Abſcheu verhöhnſt, und durch Deinen Haß ſeinem Stolze blutige Wunden ſchlägſt, was meinſt Du, wird er thun? Er wird Deine Hand ausſchlagen... aber dann wird Dein Vater vor Gericht gebracht und zu ewiger Schande ver⸗ urtheilt.“
Das Raſſeln einer Kutſche näherte ſich und Pferde⸗ gewieher ließ ſich draußen hören.
Wie ein Nervenſchlag traf es zu gleicher Zeit Vater und Tochter, als ſie dieſes Geräuſch ver⸗ nahmen.
Kemenaer ſank vor dem Mädchen zu Boden und ſprach in bittendem Tone:
„Laura, Laura, er iſt da! Siehe, ich liege knieend zu Deinen Füßen. Ach, habe Mitleid mit Deinem Vater! Komm, komm hinunter; wiſche die Thränen aus Deinen Augen; verbirg, wie ich, vor Jedermann, welch ein Schmerz Deinen Buſen durch⸗ wühlt; verſuche zu lächeln.... o, Vergebung, Laura, das Schickſal zwingt mich!“


