Druckschrift 
Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

308

Als endlich die Braut in vollem Putze und mit allen ihren Juwelen ſo mitten im Zimmer ſtand, konnten die Frauen ihre Bewunderung nicht zurück⸗ halten.Wie ſchön, wie prächtig, wie reich! mur⸗ melten ſie mit unterdrückter Stimme.

Wahrlich, die Braut war ſchön. Ein Kleid von weißem moirirtem Atlaß, das aus Silberfäden ge⸗ woben ſchien, umfaßte ihre Taille und fiel in fließen⸗ den Wellenlinien hinter ihr zur Erde. Eine Krone von Orangenblüthen umkränzte ihre gagathſchwarzen Locken. Von ihrem Kopf hing ein Spitzenſchleier herab, der ſie ganz verhüllte und wie eine durch⸗ ſichtige Wolke ſchneeigen Duftes einſchloß. Das grüne Licht der Smaragde blitzte in ihren Ohren; die rothe Gluth der Rubine funkelte an ihrem Arm, aber auf ihrem Buſen ſchien aller Glanz, alles Feuer der edelſten Geſteine durch die Geſchicklichkeit des Künſt⸗ lers zu einem ſtrahlenden Brennpunkt vereinigt. Dies war Monks reichſtes Geſchenk: ein Roſenbouquet von koſtbaren Diamanten, ſo groß, ſo mannigfaltig und ſo rein, daß bei der geringſten Bewegung der ver⸗ wunderten Frauen tauſend Strahlen und Funken wie von einem wirklichen Feuer ihnen in die Augen ſchoſſen.

Eine Weile ſtarrten Alle die prächtige Braut an, während eine von ihnen noch hie und da eine Falte des Kleides verbeſſerte.

Dann ſagte dieſelbe in einem Ton, der eher von Mitleid als Schmeichelei zeugte:

Ich wünſche Ihnen Glück, Fräulein: es iſt ge⸗ ſchehen.

Laura ging langſam auf die Seite und ſuchte

mit der macherit das Me

gerichtet Her er ſich war, d ſchloß d Zitt und kar denlaut ſtürzten vergnüc O können, Ihr Lo Unſer Da⸗ Arme i zweifelt