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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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reitungen viel geredet und geſchwatzt; denn ſo wie jedes Stück der Kleidung angezogen und in ſeine rechten Falten gelegt iſt, muß eine Frau wie die andere der Braut eine Schmeichelei zukommen und einen Ruf der Bewunderung hören laſſen.

Hier im Gegentheil herrſchte die peinlichſte Stille, und auf dem Geſicht der Frauen hatte ein Ausdruck von Betrübniß und Mitleiden die Stelle der Lobes⸗ erhebung eingenommen. Sprachen ſie auch mit ein⸗ ander, ſo geſchah es nur durch den Blick und um einer Klage Luft zu machen, die beim Anblick des leidenden Mädchens aus ihrem Buſen aufwallte.

Laura ſtand in ihrer Mitte mit geſenktem Kopf und halb geſchloſſenen Augen. Sie ließ die Frauen machen und gab ſich ſprachlos zu dem Putz her, als hätte ſie das Bewußtſein ihres eigenen Weſens ver⸗ loren. Blaß wie eine Sterbende war ſie; über ihre Wangen liefen zwei bläuliche, faſt unerklärliche Linien, wahrſcheinlich die nachgelaſſenen Spuren der Thränen, welche die ganze Nacht hindurch aus ihren Augen gefloſſen waren. Sie wankte auf ihren Beinen und bei jeder Berührung der Frauen zitterten ihre Glie⸗ der krampfhaft. Wurde einige Mal eine Frage an ſie gerichtet, ſo antwortete ſie nur durch ein Zeichen des Kopfes, oder durch einen Blick, ſo traurig und hoffnungslos, daß ſie Alles um ſich her mit Mitleid erfüllte.

Dieſe Brauttoilette glich alſo um ihrer Todten⸗ ſtille willen der Ankleidung einer Verurtheilten, die man noch ſchmückt, ehe ſie zum Schaffot geführt wird, um ihr Haupt auf den Block zu legen.— Und war