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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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ſeinem gelbgrünen Kragen; er gleicht einem Papagei, der auf ſeiner Stange ſitzt!“

„Nehmt Euch vor den Pferden in Acht, Theres; ſie ſind nicht ſo höflich, wie ihre Gebieter. Sieh, wie ſie vor Ungeduld auf den Boden ſtampfen und den Kopf vor Stolz hintenüber werfen. Dies macht die Krippe voll Hafer. Das Pferd unſeres Nach⸗ bars, des Fuhrmanns, iſt niemals glücklicher, als wenn es ſeine Füße ſtill halten kann. Es iſt mit den Pferden wie mit den Menſchen, Kind: die einen freſſen viel und arbeiten wenig; die andern rackern ſich ab und bekommen nicht genug, um zu leben... Laß uns hier zu dem Haufen Mädchen hinſtehen; dann hören wir, was ſie ſagen.“

Vor der Wohnung Herrn Kemenaers befanden ſich viele Menſchen— meiſt Frauen und junge Mädchen aus der geringern Volksklaſſe, die in Grup⸗ pen zuſammengetreten waren und laut über Laura's Hochzeit mit dem millionenreichen Monk und über die prächtigen Brautkleider, die ſie tragen würde, ſprachen.

Eine war damit beſchäftigt, in begeiſterten Wor⸗ ten zu ſchildern, wie Fräulein Kemenger in ſilberge⸗ ſtickten Atlas und ſchneeweiße Spitzen gekleidet ſei; wie ſie vom Kopf bis zu den Füßen voll Diaman⸗ ten hängen und wie ſie die Augen durch all den Schimmer von Gold und Cdelſteinen, die ſie in den Ohren, auf der Bruſt und an den Armen trüge, blenden würde.

Alle die andern horchten mit offenem Mund und aufgeriſſenen Augen. Jedes Herz klopfte vor Be⸗ gierde oder Neid.

Conſcience, der Geldteufel.