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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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werde das Vermögen von ſeinem Oheim erben; aber das Teſtament gab Alles dem Schreiber. Der Wind drehte ſich und die Liebe des ſchönen Fräuleins auch. Sie hatte Berthold gern geſehen; nun ſah ſie den Schreiber gern; das will ſagen: wo das Geld war, da war auch ihre Liebe... Kommt etwas ſchneller vorwärts. Seht einmal dort in der Allee, wie viel Volk ſchon vor Herrn Kemenaers Hauſe ſteht!..

Ja, ja, Theres, ſo geht es in den großen Häuſern. Wir würden ſagen: es iſt Falſchheit und Seelenver⸗ käuferei; aber, o Gott, Kind, was kennen wir davon?“

„Nun, Lisbeth, ehe wir die Menſchen tadeln und richten, ſollten wir uns doch wohl einmal in ihren Platz denken. Wäreſt Du reich und hätteſt eine Tochter, würdeſt Du ſie einen armen Jungen heira⸗ then laſſen, der keinen Heller in der Welt beſitzt? Mit Geld kauft man die Butter und in einer Haus⸗ haltung iſt bald viel verthan;— ſieht man einan⸗ der dann wohl gern in einem Hauſe, wo die Mäuſe Hungers ſterben?“

„Das iſt wohl wahr; ich will nicht ſagen, daß ſie dieſen Berthold heirathen müßte; aber gibt es denn in ihrem Stande keine jungen Männer mehr, daß ſie einen Pavian, ohne Haar an den Augen, wählen mußte, weil er eine Million hat, wie die Leute ſagen?... Wir ſind da. Bleibt nur allzeit hinter mir;— es muß ſchon ein ſtarker Burſche ſein, der die ſchwarze Lisbeth zur Seite drücken wollte! Wir wollen dicht an das Thor zu gelangen ſuchen, anders ſehen wir die Braut doch nicht.“

„Ach, Lisbeth, was für zwei ſchöne Kutſchen,“ rief Theres.„Und der Bediente da droben mit

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