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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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glaube, daß Gott es aufs Beſte geſchickt hat. Die armen Leute müſſen arbeiten, und darum ſind ſie grob von Gliedern und ſchwer von Knochen. Wie glaubt Ihr, daß es einem ſolchen gläſernen Fräulein gehen würde, wenn ſie ſich alle Wochen zweimal an einen Muſchelkarren anſpannen laſſen müßte, wie ich? Sie würde darunter erliegen... oder würden wohl, wenn ſie es eine Zeitlang durchmachte, ihre Gebeine eben ſo ſtark werden und die Sonnenſtrah⸗ len ihre Haut verbrennen, wie ſie nun die meinige ſeit ſechzig Jahren verbrannt haben. Du ſiehſt wohl, daß es nicht in dem Blut liegt. Laß einmal ein reicher⸗Leute⸗Kind von ſeinen jungen Jahren mit einem Schiebkarren laufen, es wird auch ſo knochig und ſo grob von Gliedern werden, wie ich oder Du.“

„Und es iſt der Schreiber von Herrn Robyn ſel., der Alles von dem alten Geizhals geerbt hat und ſich nun mit dem engelſchönen Fräulein verheirathet? Wer ſollte doch ſo etwas gedacht haben, als wir neben Robyns Leichnam ſaßen, ihn zu bewachen? Es geht über meinen Verſtand. Der garſtige Geld⸗ teufel, ohne Haar an ſeinen Augen! Hätte ich kei⸗ nen Mann und der käme, mich zu fragen, ob ich ſeine Frau werden wollte, ich würde vor Schrecken laut aufſchreien. Sein ganzes Leben zubringen mit einem ſo abſcheulichen Geſicht vor den Augen? Wie kann das ſchöne Fräulein doch Liebe empfinden für den häßlichen Kerl?“

„Das Geld, Theres, das Geld, Kind.“

„Das Geld? Aber ein Menſch bleibt doch allzeit Menſch.“