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„Was willſt Du thun?“ fragte der Jüngling. „Wo willſt Du hin?“
„Den Brief, den Brief... Ach, Berthold, wenn dieſer Verdacht auf Wahrheit beruhte! Du würdeſt Dein Erbe zurückbekommen; der böſe Monk würde beſtraft werden...“
„Bleibe hier,“ ſagte Berthold.„Du biſt krank, Conrad. Es iſt ja morgen noch Zeit genug, zu un⸗ terſuchen, ob an den Worten dieſer Frau etwas Wahres iſt.“
„Morgen?“ rief der Muſikus.„Nein, nein, und müßte ich die ganze Nacht laufen, und müßte ich vor Ermattung auf der Straße niederſinken, ich werde
Laura zu retten ſuchen. Morgen iſt es zu ſpät,
morgen wird er mit Laura getraut.“
„Du willſt Laura retten?“ rief Berthold.„Was ſagſt Du? Ich begreife Dich nicht. Ihre Heirath hintertreiben?“
Aber Conrad, von ſeiner Haſt wie fortgeriſſen, ergriff Margret bei der Hand, zwang ſie aufzuſtehen und zog ſie vorwärts, indem er ſagte:
„Kommt, Ihr müßt mit mir, um Aufklärungen zu geben, Ihr ſollt die dreißigtauſend Francs haben. Folgt mir und verſucht zu laufen: keinen Augenblick dürfen wir verlieren.“
An der Thüre rief er noch ſeinem Freunde zu.
„Berthold, ſo mir Gott hilft, wird Dir Alles zurückgegeben werden: Liebe, Ruhm eld, Alles, Alles!“
Die Schritte des Muſikus hallten auf der Treppe, entfernten und verloren ſich mit ausnehmender Ge⸗ ſchwindigkeit.
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