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Monk und ich— er könnte einmal von einem Schlag⸗ anfall überraſcht werden und uns ſomit das Legat nicht hinterlaſſen, welches er uns täglich verſprach. Am Morgen ſeines Todes flehte ich ihn noch an, an ſeinen letzten Willen zu denken. Alles, was ich aus ihm heraus bekommen konnte, war die Verſicherung, daß er in vierzehn Tagen, wenn es nicht beſſer ginge, einen Notar kommen laſſen wollte. Es war kein Teſtament da; ich bin davon überzeugt. Monk war gegen eine Viertelſtunde mit dem alten Mann allein geblieben.— Es wurde geklingelt: ich fand Herrn Robyn todt in ſeinem Lehnſtuhl liegen und erſchrack bei dem Gedanken, daß er ohne Teſtament geſtorben ſei; aber Monk ſagte mir, es beſtände ein Teſtament; begreifen Sie, was dies ſagen will?“
„Um Gottes willen weiter,“ flehte Conrad.
„Sie müſſen wiſſen,“ fuhr Margret fort,„daß Monk die Handſchrift von Herrn Robyn ſo gut nach⸗ machen konnte, daß unſer Herr ſelbſt ſie beinahe nicht zu unterſcheiden vermochte. Ich hatte eine oder zwei Stunden zuvor Monk geſagt: ‚wenn der Tod ihn überraſcht, ſchreibt ſelbſt das Teſtament.“ Seid verſichert, Monk hat meinen Rath befolgt;— und er hat mir etwas Anderes weiß gemacht, um mich das vergeſſen zu machen...“
Conrad ſchaute eine Weile mit ſtarren Augen vor ſich hin, wie Jemand, der in tiefes Nachſinnen verſinkt; aber eben ſo raſch warf er den Mantel von den Schultern, lief nach der Wand, zog zitternd vor Haſt einen Ueberrock an, nahm ſeinen Hut und rief: „Berthold, den Brief, den Dir Monk ſchrieb!
Schnell, gib mir den Brief!“


