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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Margret.

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„Nein, Ihr ſollt zwanzigtauſend Francs erhalten, fünfundzwanzig! dreißig!“

„Das heißt ſprechen,“ jauchzte Margret.„Sie ſind noch Menſchen, die einer alten Dienſtmagd nicht ihr Stück Brod für ihre alten Tage verweigern. Aber darf ich mich auf Ihr Wort verlaſſen?“

„Zweifelt nicht, Frau,“ antwortete Conrad,„der Dienſt, den Ihr Berthold erweist, iſt in der That wohl ſo viel werth. Ihr ſollt die dreißigtauſend Francs haben.— Nicht wahr, Berthold, ſie ſoll dieſelben haben. Seht Ihr wohl, Frau? Nun ſagt an, worin beſteht das Geheimniß?“

„Ihr betrügt mich nicht?— Nun wohl, dann will ich ſprechen. Das Geſetz erklärt alle Teſtamente für ungültig, auf welchen kein Datum ſteht. Iſt es nicht ſo?“

„Ja; was wollt Ihr ſagen?“

„Es ſteht kein Datum auf dem Teſtament von Herrn Robyn.“

Der Muſikus ſprang nach dem Tiſch, öffnete die Schublade und ſuchte mit zitternden Händen nach einem Papier. Als er es gefunden hatte, warf er den Blick darauf.— Ein dumpfer Schrei der Ver⸗ zweiflung entrang ſich ſeiner Bruſt, und er ließ das Papier auf den Tiſch fallen, während er ſchmerzlich ſeufzte:

„Bittere Täuſchung!“

„Schnell, entfernt Euch von hier, ſtehenden Fußes!“ fiel Berthold gegen Margret aus.„Ich wußte es wohl, daß Monk Euch geſchickt hat, um uns in unſerer Armuth zu verſpotten. O, wäret Ihr keine Frau!“