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„Nichts? ich weiß nichts?“ wiederholte Margret. Drei Tage nach dem Tode des alten Herrn Robyn hat Monk mir ein Geheimniß anvertraut, ein Ge⸗
heimniß, das wohl ſchrecklich für den Betrüger ſein
muß, da er mir mehr als ſechs Monate geſchmeichelt hat und vor meinen Füßen gekrochen iſt, wie ein Wurm, damit ich es verſchweigen ſollte. Wird dies Geheimniß vor Gericht bekannt gemacht, dann iſt das Teſtament nichtig vor dem Geſetz.“
„O Gott,“ rief der Muſikus mit aufgehobenen Händen,„möchtet Ihr die Wahrheit ſagen, Frau! Berthold, dann werden wir uns über die Läſterung erheben; uns würde die Macht gehören; nichts wäre im Stande, Dich auf Deiner Bahn zu hemmen; Dein Name würde einſt am Himmel der Kunſt als ein glänzender Stern leuchten!... Und dies Ge⸗ heimniß, Frau, dies Geheimniß?“
„Was geben Sie mir, wenn ich es Ihnen ent⸗
decke?“ fragte Margret mit ungeſtörter Ruhe.
„Was verlangt Ihr? Was fordert Ihr?“ rief Conrad, vor Ungeduld zitternd.
„Sie müſſen wiſſen,“ war ihre Antwort,„daß ich in Herrn Robyns Teſtament ſtehen ſollte; aber Monk hat es verhindert. Wären die Sachen den rechten Weg gegangen, dann hätte ich ein großes 1 Legat bekommen. Geben Sie mir das Legat zurück!“
„Aber wie viel? wie viel?“
„Doch wohl einige tauſend Francs.“
„Wie viele tauſend? Sprecht.“
„Ich will billig ſein. Sind zwanzigtauſend Francs zu viel?“
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