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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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szehrung?

Sie liebt mich noch, ſagt Ihr, Margret? Wie könnt Ihr es wiſſen?“

„Nun, es war Monks größter Verdruß; und darum hat er Ihnen ſo viel Böſes gethan, als er

ſnur konnte. Sie mußten ſterben vor Grimm, oder

das Land verlaſſen;— und er würde Sie wohl ſo weit getrieben haben, wenn Sie es auch vielleicht nicht glauben: mit Geld kann man Alles.“

„Beſonders das Böſe!“ ſeufzte der Muſikus, „aber das Erbe, das Erbe?“

„Alſo iſt es Monk wirklich, der meinen Ruf und meine Ehre durch bezahlte Läſterung vernichtete?“ rief Berthold.

„Und wie anders? Einfältiger, wußten Sie es nicht?“ fragte ſie mit Verwunderung.

„Ihr kamt hieher, über Bertholds Erbe zu ſprechen,“ fiel der Muſikus mit geſteigerter Ungeduld ihr ins Wort.

Margret ſetzte ſich gemächlicher auf ihrem Stuhl zurecht, huſtete einige Mal, als ob ſie ſich zu einer gewichtigen Aufklärung bereitete. Dann ſagte ſie mit einem ſchlauen Lächeln auf dem Geſicht:

„Darüber wollen wir einmal ernſtlich ſprechen. Gute Rechnungen machen gute Freunde, ſagt das Sprichwort.— Was geben Sie mir, wenn ich Ihnen das Mittel anzeige, um die Million zurückzu⸗ bekommen, um welche Monk Sie durch Betrug be⸗ ſtohlen hat?“

Der Muſikus ſah Berthold in die Augen; auf des Jünglings Lippen ſchwebte ein Zug der Ver⸗ achtung.

„Sie weiß nichts!“ murrte er.