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„Wie, was habe ich geſehen!“ ſchrie der Jüng⸗ ling:„Eine Entlaſſung von Deiner Stelle in der Kirche? Unſere letzte Hoffnung? Das Stückchen Brod, das uns noch übrig blieb?.... Auf Grund ſchlechten Betragens!“
Der Muſikus hielt den Kopf geſenkt; es fielen Thränen auf ſeine Kniee.
Zitternd vor Aufregung und Mitleid legte Ber⸗ thold den Arm um Conrads Schulter und ſagte:
„Sei ruhig, armer Freund; tröſte Dich nur. Es iſt ja nicht um Dein eigenes Unglück, daß Du weinſt. Die Quelle Deiner Thränen iſt die Trauer, die Du empfindeſt, weil Du nun ebenfalls alle Träume von Ruhm und Größe für mich aufgeben mußt, nicht wahr? Komm, das Unglück hat uns nun gänzlich zerſchmettert; empfangen wir wenigſtens unſer Loos mit dem Muthe der Unterwerfung. Gib jetzt Deine Zuſtimmung zu meinem Verſuch bei Monk.“
„Lieber auf dem Speicher ſterben,“ murrte der Muſikus, vor Schmerz und Groll ſtöhnend.„Weg⸗ gejagt auf Grund ſchlechten Betragens!“
„Höre mich doch gutwillig an,“ flehte der Jüng⸗ ling.„Ich ſagte Dir, daß ich mich der bittern Er⸗ niedrigung unterziehen wolle, allein aus Liebe zu Dir.— Ich täuſchte Dich, Conrad, die Selbſtſucht war meinem Entſchluß nicht fremd. Wie kann ich noch ferner in dieſer Stadt bleiben? Und wäre ich auch ſo ſehr gerühmt und verehrt, als ich nun ge⸗ haßt und verabſcheut bin, ſo wäre für mich doch nicht ein ruhiger Tag mehr möglich. Morgen wird Laura vor Gottes Altar die Hand von Monk an⸗ nehmen. Du glaubſt, daß ich ſie nicht mehr liebe,
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