Druckschrift 
Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

287

zt; ſeine und Verläſterung ihn nicht würdig erachten, ihr Schlachtopfer zu werden.“

Was ich Seine Rede wurde durch Schritte auf der Treppe

es ſoll unterbrochen.

es ſein,„Wer kann es ſein?“ ſagte Berthold,„vielleicht

verküm⸗ ſchon wieder mein Drucker?“

einer Er⸗ 1„Es iſt der Knecht vom Hauſe,“ antwortete

flicht be⸗ Berthold,„ich höre es an ſeinem Keuchen.“

morgen Ein Mann trat in die Kammer. Mit ſcherzendem

nbetracht Lächeln herumſchauend, ſagte er:

nöthigen„Ah, wie hoch wohnt Ihr, meine Herren....

verleihen Da iſt ein Brief, den der kleine Chorjunge für Herrn Conrad im Laden abgegeben hat. Wie dunkel es

“ ſprach hier iſt! Sie ſitzen wie in einem Keller. Wenn Herr

h dieſem Berthold bei dieſem Pfennigkerzchen ſeine Bücher eigenen ſchreibt, dann wünſche ich ihm Glück zu der Stärke

ſeiner Augen.... Guten Abend, meine Herren.“ Zuſtande Als die Tritte des Knechts wieder auf der Treppe

uns nicht ertönten, öffnete Conrad den Brief, während Ber⸗ thold ſeinen Bewegungen mit geſpannter Aufmerkſam⸗

ich mein keit folgte. In ihrem Zuſtand konnte jede Stimme r wieder von außen nur neuen Hohn oder unverhoffte Rettung 3 es ein: bringen; darum klopfte das Herz beider Freunde g, welche beim Oeffnen des Briefs...

ſchmerz⸗ Conrad erbleichte; er rieb ſich Stirn und Augen,

Grabſtein als ob es ihm vor dem Geſicht dunkel wäre und der ſolche flimmerte. Ein erſtickter Angſtſchrei hob ſich endlich n großen aus ſeiner Bruſt.

aufe des„Was haſt Du? Was enthält der Brief?“ rief rone des Berthold erſchreckt.

Mißgunſt Statt aller Antwort reichte der Muſikus ihm den Brief hin.