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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Ehre— vielleicht ſeine Freiheit— nicht in Gefahr bringen zu laſſen.“

Die Hausklingel erſcholl durch den Gang und erweckte ſeltſamer Weiſe des Schreibers Aufmerkſam⸗ keit. Er ſchritt ſelbſt auf die Thüre zu, als ob er Jemand erwartetete; doch bezeugte ſein ganzes Weſen, daß er ſich ärgerlich getäuſcht fand, als die alte Magd in das Bureau trat und ihm mit ſtillen und geheimnißvollen Worten ſagte:

„Es iſt der Unternehmer, der geſtern hieher kam. Ich habe ihn in das grüne Zimmer geführt.“

„Er warte dort, bis daß Herr Robyn herab⸗ kommt,“ murmelte der Schreiber.

„Es iſt auch eine Frau da, die ſchon ſeit einer halben Stunde in dem runden Zimmer ſitzt. Sie ſieht aber nur gemein aus; die Thränen laufen ihr von den Wangen: es wird nicht viel ſein.“

„Ich kenne ſie; ſie ſteckt in ſchlechten Schuhen... Margret, weißt Du doch, was ich Dir geſagt habe, nicht wahr? Wenn der Arbeiter kommt, der vor⸗ geſtern an dem Thore mit mir geſprochen, dann bringſt Du ihn geraden Weges in das Bureau.— Wie gehts da oben?“

„Nur ſchlecht, nur ſchlecht! Er iſt die ganze Nacht da gelegen, huſtend und ſtöhnend, als ob er ſich bereit machte, um in die andere Welt überzu⸗ ſiedeln. Ich habe ihm geſtern Abend und dieſen Morgen wohl zwanzigmal und auf alle Art zuge⸗ ſprochen, ſein Teſtament zu machen. Es hat noch keine Noth, ſagt er. Mir verſpricht er ein ſehr an⸗ ſehnliches Legat, ich bin wohl gewiß, im Fall der Tod den alten Geizhals nicht überraſcht, daß ich