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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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herabſehen können auf das Materielle, während der gefühlloſe Menſch unten liegt, um zu wühlen; ich will auf dem Gebiet des Geiſtes etwas werden, mein Weſen vervielfältigen durch das Wort, die Gemüther aus dem Schlamm der Erde zu Gott erheben... und ſo endlich mein Haupt niederlegen, mit dem Bewußtſein, daß ich im Leben etwas Anderes gethan, als den Hochmuth gepflegt und materielle Lüſte be⸗ friedigt habe.— Vielleicht wird man ſich dann meines Namens nach meinem Tode dankbar erinnern. Wer weiß?— Es iſt vielleicht ein Traum; aber er iſt ſo lockend, ſo ſchön, daß alle großen Geiſter der Welt zu ſeiner Verwirklichung das Kreuz des Märtyrerthums auf ſich genommen haben.“

Mochte Herr Kemenaer der Meinung ſein, daß dieſes Geſpräch zu keinem erreichbaren Ende führe, oder aus Vorſicht den aufgeregten Jüngling nicht weiter in ſeinem Gefühl verletzen wollen, er ſtand auf und ſagte:

„Schöne Worte, aber wenig gute Gründe! Es iſt Ja und Nein, gleichwie mit allen Dingen, die auf keinem greifbaren Fundament beruhen. Ein Glück für Sie, Berthold, daß Sie reich ſind. Ich wünſche von ganzem Herzen, daß Sie Ihre Denkart nicht zu ſpät bereuen— kommen Sie, laſſen Sie uns nun ans Klavier gehen. Laura will das Mailied ſingen, das Sie gemacht haben. Ein Mailied, etwas an den Mond, etwas das Niemand kränken kann, dage⸗ gen werde ich im Grunde wenig einzuwenden haben; aber an das wirkliche Leben greifen, es tadeln und verachten? Das iſt gefährlich, ſehr gefährlich, Ber⸗

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