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vergeht und flehend aufſchaut, ob es dem Geld nicht einmal ſeiner ſich zu erinnern beliebt. Wer wird an dem Tage, da wir nun leben, geehrt, angeſehen und geprieſen? Der, welcher Geld hat. Was die Dichter darüber ſchreiben oder nicht, es iſt alle Zeit ſo geweſen und wird immerdar ſo bleiben.“
„Aber, Herr Kemenaer, nehmen Sie es mir nicht übel, Sie täuſchen ſich!“ rief Berthold, vor unterdrückter Ungeduld bebend.„Reiſen Sie durch die ganze Welt; ſehen Sie die Völker mit Stolz auf die Denkmäler des Ruhmes ihres Vaterlandes wei⸗ ſen; hören Sie Alles erheben, was zu ihrer Ehre aus der Vergangenheit übrig bleibt;— leſen Sie die unſterblichen Namen, die aus Allem, was groß iſt auf Erden, uns in die Augen leuchten. Sind es Namen von Männern, die auf die Macht des Gel⸗ des pochten? O nein, der Name des reichen Cröſus erweckt Spott; der Name des armen blinden Homer erfüllt ſeit ſiebenundzwanzig Jahrhunderten ſelbſt das Herz der Könige mit CEhrfurcht!“
Herr Kemenaer ſchüttelte den Kopf und zuckte die Achſeln.
„Es hat wenig Belang für mich,“ ſprach er,„zu wiſſen, was man von mir ſagen wird, wenn ich todt bin. Ich habe wahrlich Mitleid mit Menſchen, die ihr ganzes Leben in Mangel und Mißachtung hin⸗ ſchleppen, in der Hoffnung, daß man ihren Namen nennen wird, wenn ſie ihn nicht mehr hören können. Aber— vergeben Sie mir das Wort— es ſcheint mir ganz unbegreifliche Thorheit, daß Sie, Berthold, der nach dem Tode von Ihrem Oheim vielleicht eine Million beſitzen wird, gerade wie die elenden Neid⸗


