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einem Goldſtück abzunehmen!— Ihr Name wird in den Tagblättern ſtehen; hier wird man rufen, daß Sie ein Phönix ſind, da wird man ſchreien, daß Sie werth ſind, Diſteln zu eſſen... und am Ende von dieſem Allem werden alle geſetzten Leute Sie belachens⸗ werth finden und Sie werden ſich in die Nägel beißen wie Jemand, der eine unheilbare Dummheit began⸗ gen hat. Haha, ein Mann wie Sie, der durch ſein Vermögen die Kunſt vor ſeinen Füßen kriechen laſſen kann, giht ſeinen Namen dem Neide und der Miß⸗ gunſt des gemeinen Volkes preis.“
Aus Höfklichkeit hatte Berthold bis jetzt die Auf⸗ regung bezwungen, die ihn allmälig überwältigte. Der Jüngling kannte den Charakter von Laura's Vater und war oft genug durch deſſen kalten Spott in ſeinem Kunſtgefühl verwundet worden. Noch hielt er an ſich, ſo viel es ihm möglich war, aber ein fieberhafter Grimm zitterte bereits in ſeiner Stimme, während er antwortete:
„Alles, was Sie ſagen, mag wahr ſein, Herr Kemenaer, Jedermann muß jedoch ſelbſt fühlen, welche Bedürfniſſe Gott in ſeine Seele gelegt hat. Ein Leben, ſo eiskalt und ſo ſelbſtſüchtig, wie Sie es mir anrathen, erfüllt mein Herz mit Verzweiflung. Ich will glauben an das Gute, glauben an die Zu⸗ kunft der Menſchheit... und iſt die Laufbahn, die ich mir geträumt habe, nicht anders zu durchwandeln, als um den Preis von Spott und Leiden, wohlan, ich nehme das Loos an, das Sie mir prophezeien.“
Den Kopf ſchüttelnd, ſagte Kemenaer mit einem Lächeln:„Sie ſind jung, Berthold, Ihre Unerfahren⸗ heit läßt Sie den Schein für das Weſen nehmen.
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