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gewöhn⸗ zogen.
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man Sie für einen Studenten oder für einen Buch⸗ binder nimmt?“
Aber Berthold achtete nicht auf dieſe ſcherzenden Worte. Mit der Röthe der Erregung auf den Wan⸗ gen ging er auf Laura zu, die aufgeſprungen war und ſeine Ankunft mit einem Freudenruf begrüßt hatte.
„Laura,“ ſtammelte er,„ſieh hier das erſte Kind meiner beſcheidenen Muſe. Es iſt unter Deinem Blick geboren, ſei dem armen Wichte nicht zu ſtreng ... Herr Kemenaer, beliebt es Ihnen gleichfalls, ein Exemplar anzunehmen, nicht daß es einen Werth hätte, aber als einen ſchwachen Beweis meiner Hoch⸗ achtung... Sie auch, Conrad. Ich beſtimmte die⸗ ſen Abdruck für meinen Oheim, aber ich werde einen andern bei meinem Drucker holen.“.
Während Berthold bebend zu forſchen ſchien, welche Wirkung das Erſcheinen ſeines Buches auf Jeden hervorbrachte, waren die Andern mit dem Durchblättern ſeiner Gedichte beſchäftigt. Herr Ke⸗ menaer lächelte beim Leſen der Ueberſchriften und murmelte:
„Begeiſterung— Frühlingslied— Lob⸗ geſang auf den Schöpfer— An die Nach⸗ tigall.“
Laura zitterte vor Freude und ſchlug die Blätter ſchnell um, als wollte ſie in dem Bändchen nach Gedichten ſuchen, die ihr unbekannt waren; und in der That ſie fand eines, auf welches ſie außer ſich mit ſtarren Augen hinblickte. Es trug die Ueberſchrift:
An ſie.
Die Augen des Muſikus ſchienen in ungewöhn⸗


