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„Ach, Fräulein Laura,“ antwortete Conrad,„was könnte man Ihnen verweigern?“
„So; ſeien Sie bedankt für Ihre Bereitwillig⸗ keit. Kommen Sie jetzt.— Nicht wahr, Vater, Du gibſt es zu, daß wir ans Klavier gehen.“
„Und das Frühſtück, Laura? Ich möchte nicht gern eine Stunde auf Dich warten.“
„In der That, ich hatte es vergeſſen. Wenn Meiſter Conrad mit uns frühſtückte?“
Ein gemachtes Lächeln erſchien auf dem Ange⸗ ſicht ihres Vaters, während er mit vieler Freund⸗ lichkeit ſagte:
„Ich gedachte eben Meiſter Conrad darum zu erſuchen.— Sie werden mir ein Vergnügen ma⸗ chen: ſeien Sie ſo gut und nehmen Sie das Früh⸗ ſtück an.“
Sich zu einer Magd wendend, befahl er ihr mit ſtrengem Blick:
„Anna, wer auch kommen ſollte, mich zu ſprechen, Du wirſt Niemand in den Speiſeſaal einlaſſen. Nie⸗ mand, ſelbſt Monk nicht, hörſt Du?“
Der Muſikus begriff den Sinn und Zweck dieſes Befehls, denn er kannte Herrn Kemenaers Charakter ſchon lang. Wieder wandte er den Kopf zur Seite, um zu verbergen, was in ſeinem Innerſten vorging, aber Laura ergriff ſeine Hand, zog ihn zu Tiſche und rief mit ungezwungener Fröhlichkeit:
„Setzen Sie ſich hierher, neben mich, Meiſter Conrad. Sie ſind ein guter Mann; ich weiß nicht, wie es kommt, aber ich bin immer erfreut, wenn ich Sie ſehe.“
Der Künſtler ſetzte ſich auf den Platz, der ihm


