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welchen er im Hauſe von Herrn Kemenaer ausübte, zuſammen. Er trug einen ſchwarzen Rock, eine weiße Weſte und gelbe Handſchuhe, die wohl einiger⸗ maßen verſchoſſen waren; ſein Hut und ſein Rock waren oft und viel gebürſtet worden, man konnte es an den grauen Kanten und Nähten wohl ſehen.
So ſprach Alles in der Perſon von Meiſter Konrad von Niedrigkeit und wohl einigermaßen von Mißmuth; allein der Blick ſeiner Augen erglänzte zuweilen auf eine ganz beſondere Weiſe, als ob in ſeinem kränklichen und ſchwächlichen Körper eine feu⸗ rige Seele verborgen läge und trauerte.
Bereits in der Ferne entblößte er ſein Haupt und näherte ſich mit dem Hut in der Hand Laura's Vater.
Dieſer ging auf den Muſikus zu, grüßte ihn liebreich und nahm ihn ſogar bei der Hand— aber mit dem vorderſten Glied ſeiner Finger— und ſagte in einem ganz vertraulichen, aber doch höchſt gönner⸗ haften Tone:
„Meiſter Conrad, Sie werden es nicht übel neh⸗ men, daß man Sie ein wenig warten ließ? Ich bitte Sie tauſendmal um Entſchuldigung— Rechnen Sie eine Marke mehr.“
„Viel Güte, zu viel Güte, Herr Kemenger,“ ant⸗ wortete Conrad.„Im Falle ich zur Unzeit gekom⸗ men bin und Sie in Ihrem Morgenſpaziergang ſtöre, erlauben Sie mir, fortzugehen. Ich werde zurück⸗ kehren, und wäre es auch zwei⸗ oder dreimal an einem Tage; und als um eine Gnade erſuche ich Sie, mir von einer zweiten Marke nicht zu ſprechen.“
„So? Haben Sie denn zu viel Geld?“


