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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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ſich. Nichts iſt natürlicher. Haſt Du nicht ge⸗ er w ſehen, wie die Geſellſchaft, die geſtern Abend hier ſich war, mitleidig lächelte, als ich ſagte, daß Berthold. Verſe macht? Meine Bekannten ſind Männer von Kem

Erfahrung; ſie wiſſen, daß alle die angeborne Ver⸗ nunft des Menſchen, all' ſein Gefühl, alle ſeine der Kräfte nicht hinreichend ſind, um ihm auf Erden 3 t ein leidliches Loos zu ſichern. Sie legen nur einen 1 Werth auf Dinge, die Früchte tragen, die dem Men⸗ meld ſchen einen greifbaren Vortheil einbringen und ihm Spre eine wirkliche Hilfe an die Hand geben, um ſich durch heute das läſtige Leben zu ſchleppen. Das Wort Künſtler 3 flößt ihnen Mitleid ein. Sie begreifen nicht, daß ein zahlt Menſch, der vorzugsweiſe mit geiſtigen Mitteln be⸗ 3 gabt ſcheint, unbeſonnen genug ſein kann, um ſie ſter nicht zu Geldgewinn zu benützen, und als ein ſtolzer fällig Bettler ſich über Jedermann erhaben und edler dünkt, 1 während er doch, um nicht zu verkümmern, an die ſie b Thüre des Geldes klopfen und um ein Almoſen bit⸗

ten muß... Dieſe Wahrheiten dürfen Dich nicht erſuc betrüben, Laura! Berthold iſt eine Ausnahme; es

wartet ſeiner ein großes Vermögen; er macht wohl Melo Verſe, aber darum iſt er doch kein Dichter, ſo was mir! man darunter verſteht.

Welche eiskalte Welt ſchilderſt Du mir, Vater! Herr Deine Bekannten täuſchen ſich fürwahr. Hat derIch Menſch denn keine Seele, die auch leben muß? Fühlt Conr

er nicht auch außer ſeinen körperlichen Bedürfniſſen weil einen Drang nach höheren Anregungen zu einem bereit erhabenern Streben, als nur die Liebe zum Mate⸗ thold riellen und zum Geld? Welt Ein Lächeln trat auf ihres Vaters Lippen und lich,