leicht bleibt er Comptoirſchreiber, aber ſei verſichert, er iſt behend und liſtig genug, um Millionen zu ſammeln.“
Laura dachte anders darüber. Mit einem Aus⸗ druck des Stolzes und der Kälte ſah ſie den Schrei⸗ ber von Mynheer Robyn den Pfad herankommen.
Monk war ein Mann von mittlerer Größe und konnte ungefähr das Alter von vierzig Jahren er⸗ reicht haben. Was auf den erſten Blick ſeinem Geſicht ein ſeltſames Ausſehen gab, war der Mangel der Haare an ſeinen Augenbrauen und Augenlidern. Sonſt war nichts Außergewöhnliches an ihm zu be⸗ merken, als vielleicht das beſtändige Lächeln, das auf ſeinen dünnen Lippen feſtgewachſen zu ſein, und der einſchmeichelnde Lichtglanz, der in ſeinen halbge⸗ ſchloſſenen Augen zu funkeln ſchien.— Im Grunde hatte ſein Geſicht nichts, was man Bedeutung nennt; es ſprach von Nichts und es ließ Nichts vermuthen als einen demüthigen Menſchen, zu niedrig und zu unſchuldig, um Jemand betrügen zu wollen oder zu können.— Seine Kleidung ſtimmte vollkommen mit dem Ausdruck ſeines Geſichtes überein; ein langer Frack, nachläſſig getragen, hing ihm beinahe bis auf die Füße herab; ſein Hut war ſeit langer Zeit nicht mehr neu, aber ſeine Halsbinde und ſein Leinenzeug weiß wie Schnee.
Mit einem Uebermaß von Verbeugungen näherte er ſich Laura und grüßte ſie, während er mit unter⸗ würfigem Ton ſagte:
„Ach vergeben Sie mir doch, gutes Fräulein Kemenaer, daß ich mich unterſtehe, Sie hier in der Betrachtung der Natur zu ſtören. Ich bitte Sie
hunder Kemen blick ve unzeiti


