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mehr als eine Narrheit. Berthold wird vielleicht nicht lange warten dürfen, um ſeinen unbeſonnenen Schritt zu beklagen, denn der Spott, der Neid...“
„Aber Vater,“ fiel Laura ihm ins Wort,„ich begreife die Welt nicht. Berthold fürchtet auch; er bebt, als müßte das Erſcheinen ſeines Buches ihm eine Quelle von Leiden werden. Wer wird ihn ver⸗ folgen? Iſt es eine Miſſethat, Gottes Werke zu be⸗ ſingen und die reinſten Regungen der menſchlichen Seele in den ſchönſten Formen der Sprache auszu⸗ drücken? Erhebt nicht eine ſchöne Dichtung unſern Geiſt zu dem veredelnden Kunſtgefühl? Erfüllt es unſer Herz nicht mit dankbarer Lebensfreude durch die Vorſtellung unſerer höheren Natur? Warum denn ſoll man den Dichter haſſen?... Was ſiehſt Du? Ah, Monk, der dort auf dem Pfade heran⸗ kommt!... Ich weiß nicht, was ich gegen dieſen Monk empfinde; ſobald ich ihn ſehe, wandelt es mich wie Froſt an. Du haſt es auch lieber, daß er hier weg bleibt, nicht wahr, Vater?“
„So täuſcheſt Du Dich über die Menſchen,“ ſagte Mynheer Kemenaer, der ſeine Aufregung bereits überwunden hatte,„die Ankunft Monks iſt mir er⸗ freulich; ich erwarte ihn; er muß mir eine wichtige Botſchaft bringen. Siehſt Du, Laura, Monk iſt kein Dichter; er iſt ein Mann der Wirklichkeit, ſchlau, verſtändig, gewandt. Seine Kunſt beſteht darin, Geld aus Geld zu machen... und verſchafft dieſe Kunſt keinen Ruhm, ſo gibt ſie doch Reichthum, Anſehen und Macht. Er iſt einfältig in ſeiner Art, der arme Monk; aus Anhänglichkeit an Mynheer Robyn, ſeinen alten Herrn, aus Gewohnheit viel⸗


