ſich von Kapital und Intereſſen, von Renten und Geld...
Als ob widrige Gedanken anderer Art ihn bei ſeinen Berechnungen ſtörten, hob er den Kopf wie⸗ der in die Höhe und lenkte ſeine Aufmerkſamkeit von den Zahlen ab.
Eine Weile hielt er den Blick mit ſteigender Angſt in die Ferne gerichtet; ſein farbloſes Geſicht ſchien noch bleicher zu werden; ſeine ganze Haltung zeugte von geheimnißvoller Beklemmung;— ja als hätte ihn ein peinlicher Schlag getroffen, rang er verzweifelnd die Hände und preßte die Zähne zu einem bittern Grinſen auf einander. Und doch war alles ringsherum einſam: nichts konnte ihn erſchrecken noch bekümmern, als allein die düſtern Gedanken eines gemarterten Herzens oder vielleicht die nagenden Vorwürfe eines ſchuldvollen Gewiſſens.
Plötzlich ſchien er entſchloſſen aus ſeinem trüben Nachſinnen ſich aufzuraffen und ſprach zu ſich ſelbſt in ſcherzhaftem Tone:
„Ich bin nicht bei Sinnen! Warum kann ich mich nicht, wie Andere, über die gemeine Furcht er⸗ heben? War ich denn in der That zu einfältig, zu dumm oder zu gut, um an dem allgemeinen Kampf um den Beſitz von Geld Theil zu nehmen? Jeder⸗ mann hat Durſt nach Geld, Jedermann genießt ſein Geld, aber Niemand fragt, woher es kommt. Sehe ich nicht den glücklichen Bankrottirer mit einem Lächeln der Selbſtgenügſamkeit ſeine ſchamloſe Pracht zur Schau tragen und mit den Rädern ſeines Wa⸗ gens ſelbſt die Schlachtopfer ſeiner Betrügerei be⸗ ſchmutzen?— Der argliſtige Börſenmann, der durch
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