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bunden und den Kopf auf die Bruſt herabgebeugt, blaß ſchaamvoll, bebend und vernichtet.
Cäcilie ſchlug ſich die Hände vor die Augen, ſtieß einen Schrei aus und wandte ſich nach der Mauer, um dies Schauſpiel nicht mit anzuſehen; Bart blickte wie verſteinert auf das ſchreckliche Geſicht, das an ihm vor⸗ überzog.
„Seht,“ rief die Bettlerin,„ſo ſtraft Gott das Böſe und müßte auch eine arme Bettlerin ſein Werkzeug ſein!“
Und als die Gensdarmen mit dem Gefangenen ſich der Thüre näherten, rief ſie noch:
„Scheinheiliger Böſewicht, Mörder! Lauft, eilt? Das Schaffot. Die Guillotine..„. und dann zum Schluß die Hölle, die Hölle und das ewige Feuer!“
Thys wurde durch die Gensdarmen von dem Kloſter⸗ hofe abgeführt. Als die Bauern und Bäuerinnen ihn ſahen, ging ein ſolches Rachegeſchrei durch ihre Reihen, daß er den Kopf noch tiefer ſinken ließ und zitterte, als ob die letzte Stunde geſchlagen. Er war blaß, wie eine Leiche, ſein Haar verwirrt, ſein Kleid zerriſſen.... an ſeinen Händen klebte vertrocknetes Blut.... ſo hatte er ſich zerquetſcht und zerriſſen, um die Thüre aus ihren Angeln zu heben.
Der Anblick des Blutes, dem ſie einen verbrecheri⸗ ſchen Urſprung zuſchrieben, machte die Bauern raſend.
Sich gegenſeitig zur Rache anſpornend, wollten ſie dem Gefangenen an den Leib und würden ohne Zweifel eine ſchreckliche Juſtiz an ihm geübt haben, wenn die Gensdarmen, welche die Gefahr merkten, nicht den Säbel gezogen, um ſich nöthigenfalls zu vertheidigen.
Die entrüſtete Menge ſtand von der Rache ab, folgte jedoch den Gensdarmen nach dem Dorfe, und überhäufte den Mörder mit Flüchen und Verwünſchungen, bis er auf dem Steinweg nach der Stadt mit ſeinen Begleitern aus aller Augen verſchwand.


