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öffnen ſollen, um Euch herauszulaſſen; aber Eure Hände werden Euch auf den Rücken gebunden. Ihr müßt in's Gefängniß. Auf dem Schaffot ſollt Ihr düßen, auf dem Schaffst hingerichtet werden und als Mörder vor Gott erſcheinen, der weiß, welch' hölliſcher Böſewicht Ihr ſeid!“
Thys ſtand ganz verſteinert hinter der Thüre und ſah zitternd durch das Schlüſſelloch, wie Kaet ſich mit dem Lichte entfernte. Als der letzte Schein der Lampe vor ſeinem Auge verſchwand, entflog ſeiner Bruſt ein⸗ furchtbarer Schrei; er ſtürzte leblos zuſammen; ſein Pürper rollte die Treppen hinab auf den Boden des
ellers.
IX.
Das erſte Morgenlicht drang mit blauem Schimmer in das Zimmer, in welchem Thys ſeinen Mordanſchlag auf den kranken Greis ausgeführt.
Zwei Kerzen von gelbem Wachſe brannten bei ei⸗ nem Kreuze auf dem Tiſche. Ein Palmzweig ruhte in einem gläſernen Weihwaſſerfaſſe.
Der bewegungsloſe Körper des Greiſes lag auf dem Rücken in dem Bette ausgeſtreckt. Seine blaſſen und unbeweglichen Geſichtszüge haätten den Glauben be⸗ kräftigen können, daß der Tod ſchon längſt den letzten Funken von Leben in der Leiche ausgelöſcht. Dieſe Ver⸗ muthung wäre jedoch nicht ganz gegründet geweſen, denn die Bruſt des Kranken bewegte ſich noch ſo heftig, als ob ſie den letzten Todeskampf kämpfte und ſeine Seele ſich mit Gewalt von den Banden des Körpers befreien wollte..
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