Böſewicht V
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und Verachtung an, als er in den Beutel hineingriff und eine Handvoll Münzen herauszog.
„Kupfer!“ murmelte er,„Kupfer! Und er ließ den Sack zu Boden fallen, um einen zweiten zu öffnen.
„Kupfer! nichts als Kupfer!“ rief er mit wachſender Enttäuſchung⸗
Und er wiederholte das traurige Wort„Kupfer!“ bei jedem Sacke, den er öffnete. 1.
Seine Wangen wurden bei dieſer Unterſuchung immer blaſſer! der Angſtſchweiß perlte auf ſeiner Stirne, ſeine Bruſt athmete mit ſchwerer Mühe.
Endlich ergriff er den letzten Beutel, und als er auf ſeinen Füßen ſchwankend, die Schnur losgeriſſen, entraug ſich der Angſtſchrei:„Kupfer! Kupfer!“ nochmals ſeiner Bruſt. Während er den unglücklichen Sack, der ſeine letzte Hoffnung auf Gold ſo ſchändlich getäuſcht, mit krampf⸗ hafter Gewalt in der linken Hand preßte, ſteckte er die rechte Hand in die Höhle und ſcharrte darin umher, um zu ſehen, ob nichts anderes darin verborgen ſei; ſie war leer, ſeine Hand ſtieß auf nichts. Damit noch nicht zu⸗ frieden, ſteckte er den Kopf und die Lampe in die Mauerhöhle.... er ſah nichts, als den rohen Stein.
Ein ſchrecklicher Schrei der Wuth drang aus ſeiner Bruſt; wankend ging er zu dem Steine, ließ ſich erſchövft darauf nieder und ſetzte die Lampe auf den Boden.
Einen Augenblick ſaß er ſo da, den Kopf auf die Hand geſtützt und mit den verglaſten Augen vor fich hinſtarrend. Dann ſagte er in einem Tone, der von Muthloſigkeit und Wuth zeugte:
„Einige Pfunde Kupfer! Das ſollte alſo der Lohn für zehn Jahre Sclaverei und Elend ſein? Der Lohn für einen Mord!..... O Jan⸗Ohm, der Heuchler, der Scheinheilige, der Dieb! Er hat mich betrogen, be⸗ ſtohlen...... Das iſt nun das langerwartete Glück! Der Reichthum, der Ueberfluß, die Groͤße..... Ein


