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ſtellte ſich mit gekreuzten Armen dem Greiſe gegenüber
und ſagte mit ſpöttiſchem Tone:
„Ich muß über Eure Einfalt lachen. Glaubt Ihr denn, daß ich zehn Jahre wie ein Sklave hier gelebt und Euch zehn Jahre wie ein Hund geſchmeichelt.... aus Liebe zu Euch? Ihr glaubt, daß ich mich zum Ver⸗ gnügen mit Schmutz und Schweinekoſt genährt? Ihr glaubt, daß ich die zehn ſchönſten Jahre meines Lebens
in öder Einſamkeit verbracht..... weil ich das Leben nicht liebte? Ihr glaubt, daß ich geheuchelt, betrogen,
geflucht und was Ihr ſonſt noch wollt.... ohne Zweck und ohne Hoffnung auf Belohnung? Ihr haltet mich für thörichter und dümmer als ein Kind? Nein, nein, wenn ich meinen Willen, meine Tugend, mein Leben, mein Herz aufgeopfert,..... ſo ſollt Ihr es bezahlen, auf⸗ wägen mit Gold und bezahlen!“
„Nichts bekommt Ihr!“ murmelte der Kranke heftig.
„Nichts?“ verſetzte der Andere,„das iſt leicht ge⸗
ſagt; aber Ihr ſeid von Sinnen. Ihr fürchtet Euch alſo nicht vor dem, was ich thun kann? Ihr vergeßt, daß Ihr in meiner Macht ſeid, als ſtünden wir zuſam⸗ men in einer Wüſte? Niemand kann ſehen, wie ich meine
„Sättigt mich! ſättigt mich!“ rief Thys außer ſich und mit den Zähnen knirſchend, als wäre er im Begriffe, einen Mord zu begehen.
„Hilf, Gott!“ rief der Kranke, die zitternden Hände ausſtreckend,„was willſt Du, Thys?“
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