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Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Als Thys dieſen Punkt berührte, richtete die Wittwe ihre ganze Aufmerkſamkeit auf ihn; ſie ſchien jedes Wort aus ſeinem Munde zu erhaſchen, ſuchte jedoch ſo viel als möglich ihre Ungeduld zu verbergen.

„Ich begab mich zu Euch, um Euch zu fragen, Kaet, ob Ihr nicht auf den Kloſterhof kommen wolltet?— Abends geht Ihr jedesmal nach Hauſe und Morgens kommt Ihr wieder zu uns. Für die geringe Mübe ſollt Ihr jeden Tag ſo viel bekommen, als ob Ihr auf dem Felde gearbeitet hättet. Dabei kriegt Ihr noch die Koſt. Iſt das ein ſchlechtes Anerbieten?“

„Durchaus nicht; es iſt gewiß das beſte. Das Erbe: das ſind ungelegte Eier, Thys; es könnte Euch ſelbſt noch ein Unglück geſchehen; aber der Tagelohn iſt gewiſſes Geld.“ 3

„Alſo Ihr nehmt es an?“

„Gewiß, gewiß, Thys; wer würde es ausſchlagen.“

„Aber Eure Kinder, Kaet? An die habe ich nicht gedacht!“

„Meine Kinder? Zwei ſind bei meiner Schweſter, wohl drei Stunden von hier; mein Mieken hütet die Kühe bei Pachter Klaes; man wird das Kind dort den Tag über verſorgen und Abends ſehe ich es ja wieder.“

„Dann iſt es gut!“ ſagte Thys mit Freude.„Die Uebereinkunft iſt alſo getroffen. Kommt, Kaet, gebt mir die Hand darauf, zum Zeugniß, daß wir es ehrlich mei⸗ nen.....Nun iſt die Sache abgemacht. Wann darf ich Euch erwarten? Sobald als möglich iſt mir am liebſten.— Dieſen Nachmittag noch?²“.

„Vielleicht ſchon früher,“ antwortete die Wittwe. „Ich habe nur noch mit Pachter Klaes und ſeiner Frau wegen meines Miekchens und der Arbeit zu ſprechen.“

Thys erhob ſich und that, als ob er gehen wollte;

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