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von mir abhinge, ſo würdet Ihr ihn noch heute ſehen, Cäcilie.“
„Seht Ihr, Thys, vor mir braucht Ihr Euch nicht zu fürchten; und wolltet Ihr mir auch das ganze Erbe abtreten, ich würde es nicht annehmen. Es gibt ein anderes Mittel, um glücklich zu werden.“
Sie faltete die Hände und ſprach bittend:
„Thys, lieber Thys, ach laßt mich ihn ſehen! Nur einen Augenblick; es wird ihn vielleicht in ſeinem Leiden tröſten.“
„Ihr täuſcht Euch,“ antwortete der Andere.„Ich ſelbſt habe ihn vielleicht zwanzig Mal gefragt, ob ich Euch zu ihm rufen ſollte: aber es gelang mir bis jetzt nicht, ihn dazu zu bewegen. Er iſt ſo aufgebracht gegen Euch, daß er Euren Namen nicht hören kann, ohne in Zorn zu gerathen:— das iſt nicht gut für die Gicht.“
Cäcilie weinte, mit der Schürze vor den Augen, und ſchluchzte in tiefem Schmerze:
„Ach Gott, was habe ich denn gethan? Ihm, den ich wie einen Vater liebe, den ich noch immer in meinen Träumen ſehe! Gegen mich aufgebracht ſein, mich haſſen! Mich, die ſeit meinem Weggange keine Thräne vergoſſen, die nicht ihm galt. Wenn er wüßte, wie ſehr ich ihn liebe, er würde mich gewiß nicht verſtoßen.“
„Ja, Cäcilie,“ ſagte Thys,„es iſt wohl wahr, was Ihr ſagt: aber alte Leute haben ſeltſame Grillen. Tröſtet Euch doch; ich werde verſuchen, ihn doch noch zu über⸗ reden, ich bin ſchon dem Ziele etwas näher gerückt; er iſt nicht mehr ſo böſe, wie zuvor. Ich kenne ihn; in wenigen Tagen werde ich ihn wohl zu Euren Gunſten geſtimmt haben..... Und dann werde ich Euch rufen.“
„Wenn es Euch beliebt, Thys, ſeid doch ſo gut,“ bat Cäcilie,„ich werde Euch dankbar ſein, ſo lange ich lebe.“
„Nun, Cäcilie, ich muß gehen, habt nur guten Muth.“
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