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Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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frohe Cäcilie die Hände einander entgegen. Das Mädchen ging auf ſie zu und ſchlang die Arme um ihren Hals. Der Kuß, den die Mutter ihrer zweiten Tochter gab, war freudig, wie der Funke, der der heiligen Liebes⸗ flamme des Herzens entſpringt.

Bart ſtand bewegungslos und vor Seligkeit bebend bei dieſem rührenden Schauſpiel. Thränen rollten ihm über die Wangen; er blickte betend zum Himmel und lehnte erſchöpft mit dem Kopfe an dem Ziehbrunnen.

Wanna tanzte, klatſchte jauchzend in die Hände und rief: „Ach Gott! ach Gott! das iſt ſchön, das iſt gut!“ Bart erwachte aus ſeinen Träumen. Es ſchien ihn ein unheimliches Gefühl anzuwandeln, er näherte ſich ſeiner Mutter und ſchob ſie, Cäcilie und Wanna nach der Thüre der Wohnung.

„Hinein! hinein!“ rief er.

Sie gehorchten dem Wunſch des Jünglings.

Bart wollte die Thüre ſchließen; aber da ſah er plötzlich Kaet, die Bettlerin mit ihrem Kinde, aus einem Fußweg herbeilaufen. Er ſtreckte den Kopf zur Thüre hinaus und machte der armen Frau ungednldige Zeichen, daß ſie ſich beeilen ſolle.

Als ſie in den Hof trat, rief er ihr zu:

„Raſch, raſch, Kaet! Ihr ſollt große Freude haben. Cäcilie iſt hier, raſch!“.

Und ſie hereinziehend, ſchloß er die Thüre hinter ſich.

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