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Das Mädchen begriff dieſe gewaltige Aufregung nicht und ſuchte ihn zu tröſten.
„Ach,“ ſeufzte er mit fieberhaftem Lachen unter Thränen, die Freude iſt auch ein Schmerz! ſie wirkt erſchütternd und betrübend auf das Herz.... aber es iſt ſchon vorüber. Komm, liebe Freundin, komm!“
Sie ſchlugen einen andern Fußweg ein, Bart wa ganz verändert. Er trug den Kopf frei in der Luft und ſah mit ſtolzem Blicke um ſich her; ſeine Wangen varen zart geröthet, ſeine Augen leuchteten vor Seligkeit und Begeiſterung, Arme und Beine bewegten ſich ungeſtüm, als ſchüttelte er zum erſten Mal nach langer Zeſt ſeine ſchlafenden Glieder. Und häufig entflog ihm eir lauter Freudenruf.
„Gott! Gott!“ rief er,„wie ſchön iſt doch das Leben! Siehſt Du, Cäcilie, ich werde das Feld bebauen, Reifen auf dem Hofe ſchneiden; Dn wirſt leben, wie zu⸗ vor: Kleider für die Leute machen; Wanna wird d Kuh beſorgen, Mutter bei Dir bleiben und das Eſſen kochen.... Und was wir gewinnen, kommt Alles zu⸗ ſammen und ſo machen wir eine Sparbüchſe, Wir kau⸗ fen noch eine Kuh und nehmen etwas mehr Land in Pacht.... Und wer weiß? Vielleicht gelingt es uns! wer weiß? wir nehmen eine Magd.— Vielleicht wird der Kapellenhof ſo ſchön werden, und Gottes Segen ſo
darauf ruhen, daß Du an den häßlichen Kloſterhof gar nicht mehr deukſt.“
„Bart, wie kannſt Du ſchön ſprechen,“ murmelte das Mädchen gerührt.„Es wird ein Himmel auf Er⸗. den ſein.“
„Das muß es ſein,“ fuhr der junge Mann mit großer Freude fort.„Ich werde unſern Garten vobll ſchöner Blumen pflanzen, mit kleinen Wegen und Beeten; ich werde Vogelkäfige machen, um ſie überall ans Haus zu hängen..... alles ſoll ſingen und fröhlich ſein!— Auch werd' ich neue Lieder lernen und Geſchichten er⸗
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