Druckschrift 
Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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greifendem und ihre Jünglings er Freund⸗ heſt Dich: h enterbt; verſchrie⸗ ah ſie un⸗ een ſpielte. Mädchen, nit ausge wie meine die böſen ) machen:

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und wollte Tone: dens; mit 8, geſtern Wahrheit! en, Bart?

mit tiefer!

Verzweiflung,„nach der Stadt gehen, und uns verlaſſen 2 viellecht um neuen Kummer zu leiden und verſtoßen zu werden. Du würdeſt mich ſterben und meine Mutter krank werden laſſen— nur aus Rückſicht auf die Menſchen?“

Er wartete auf eine Antwort, aber das Mädchen hatte die Augen zu Boden geſchlagen und blieb ſtumm. Der Jüngling fuhr mit eindringlicherem Tone fort:

„Ach, Cäcilie, Du wirſt bei meiner Mutter ſchlafen und immer mit ihr ſein; ich werde Dir Ehrfurcht und Liebe erzeigen, als wäreſt Du mein Schutzengel ſelbſt. Ich werde arbeiten, arbeiten von Morgens früh bis ſpät Abends; nichts ſoll uns fehlen, um glücklich zu ſein. Du wirſt Dich erholen, ſtark und blühend werden; unſer Haus wird durch Dich geſegnet ſein, wie ehedem. O komm, komm, ſei die Schweſter meiner Schweſter, das Kind meiner Mutter!....“

Mit gefalteten Händen ſchien er eine Antwort zu erflehen.

„O, Cäcilie!“ rief Bart,„ſprich; bedenke, daß über den Menſchen im Himmel ein Weſen iſt, das weiß, wer Unrecht thut, auf Erden“

. Ein eigenthümliches Lächeln erleuchtete Cäciliens Ge⸗ ſicht; ſie athmete tief auf, und ſchien einen wichtigen Entſchluß zu faſſen.

„ Nun, nun,“ fragte Bart, vor freudiger Erwartung zitternd.

„Nun,“ antwortete das Mädchen,„möge Deine Mutter mir eine Mutter werden. Ich will bei ihr woh⸗ nen, als wäre ich ihr Kind.“

Ein geller Schrei, der mehr einem Schmerzenstone, als einem Freudenſchrei glich, entflog der Bruſt des Jüng⸗ lings; er preßte ſeine Hände an die Augen, über ſeine Wangen floſſen zwei Thränenquellen, ſo reichlich wie zwei Fontänen.