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„Pfui! welch entſetzliche Worte ſprichſt Du! Thys iſt ja ein Menſch, wie jeder Andere?“ ſagte der Ohm erſtaunt.
„Ein Menſch? Er ein Menſch?“ rief das unglück⸗ liche Mädchen.„Er iſt der Teufel ſelbſt, der Teufel der Falſchheit und der Habſucht.“
„Cäcilie, unglückliches Mädchen, ich vergebe Dir,“ ſeufzte Thys.„Möge Gott im Himmel droben Dir dieſe Läſterung vergeben!“
„Nun?“ wiederholte der Oheim,„Du willſt ihn nicht zum Manne?“
„Nie!“ antwortete das Mädchen,„ich werde alles erdulden, und müßt ich auch eines ſchlimmen Todes ſterben, und müßte ich die Schande der ganzen Welt tragen, nie! nie!“
2 Der Oheim ſtand auf und ſprach in entſchiedenem one:
„Gut: ich werde Deiner Undankbarkeit lohnen. Dieſen Nachmittag gehſt Du nach dem Kapellenhofe und holſt, was Dir dort gehört. Du bleibſt drei Minuten „... und wenn Du fortan Jemand von jenen böſen Leuten anſprichſt, oder grüßeſt oder nur anſiehſt....“
Ein neuer Anfall von Huſten unterbrach die Rede des alten Mannes, das Urtheil, daß er ausſprechen wollte, that ihm ſichtlich wehe.
Thys betrachtete inzwiſchen ſpöttiſch das Mädchen, das wieder auf dem Stuhle ſaß, und bitter weinte. Der Ohm fuhr, ſobald er Athem holen konnte, mit noch größerer Ungeduld fort:
„Dann werde ich Dich.. ach, ich bringe es kaum über die Lippen. Kind, Kind! wüßteſt Du, welchen Schmerz Du mir bereiteſt.“
Der klagende Ton dieſer letzten Worte ergriff Cä⸗ cilien mächtig; ſie erhob ſich von dem Stuhl und kroch auf den Knieen bis zu dem Greiſe, deſſen Hand ſie er⸗ griff, und küßte, während ſie ſprach:
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