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Und habt Ihr nicht, um mich zu verlocken, geſagt, daß mein Oheim viele tauſend Gulden zuſammengeſcharrt habe?“ „Wie? Was ſind das für ſchreckliche Dinge? Bläſt Dir das der Teufel ein, unſelig Kind?“ rief der Ohm, die Hände über dem Kopfe faltend.„Ich habe nichts, nichts!“ 1„Warum, Cäcilie, verdreht Ihr meine Worte ſo?“ fragte Thys mit wehmüthigem Tone.„Ihr macht Euch vergeblich ſolcher Sünden ſchuldig. Jan⸗Ohm wird Euch doch nicht glauben? Ich habe geſagt, daß Euch die Wittwe vom Kapellenhofe ſolche Dinge weis macht. Warum mir die böſen Gedanken Anderer aufbürden?“
Der Ohm begann zu huſten. Es war dies das ge⸗ wöhnliche Zeichen ſeiner Ermüdung. Man konnte auf ſeinem Geſichte bemerken, daß er raſch etwas hinzufügen wollte: und da der Schmerz ſeine matten Augen mit neuer Kraft belebte, ſagte Thys bittend, während er die Hände nach dem Greiſe ausſtreckte:
„Lieber Jan⸗Ohm, laßt die Sache nur gehen: Cäci⸗ lie ſcheint auf ihrem Willen zu beharren. Wohlan, ſie heirathe Bart, ſie wird doch am Meiſten darunter lei⸗ den.“ „Schweig,“ ſprach der Oheim in ſeinem Zorne, „es ſcheint, daß Du dich dieſem Trotzkopf fügen willſt . Cäcilie, wenn Du nicht überlegſt und auf keine Gründe hörſt, ſo muß ich für Dich beſchließen: meine Erfahrung an die Stelle Deiner Thorheit ſetzen. Höre
mich an! Ich frage Dich zum letzten Male: willſt Du⸗
Thys heirathen oder nicht.... Thränen ſind keine Antwort: ich will haben, daß du ſprichſt.“
„Ach, lieber Oheim,“ ſeufzte das Mädchen mit auf⸗ gehobenen Händen,„ach, wüßtet Ihr, was Ihr thut.“
„Antworte! willſt Du Thys zum Manne?“
„Ach!“ rief Cäcilie,„wenn man mich mit Gewalt nach der Kirche ſchleppte, ich hielte mir Naſe und Mund zu, um unterwegs zu erſticken!“


