44
niteß und mährend ſie ſeine Hände mit Thränen benetzte, ſagte ſie:
„O. Ihr, den ich wie einen zweiten Vater liebe, glaubt ihm nicht: er iſt ein Teufel von Falſchheit! Er liebt Euch nicht; er verſpottet Euch, alles iſt Heuchelei. Euer Geld will er haben, er wünſcht Euch den Tod. So eben ſprach er noch in einem Tone gegen Euch, der mich erſchreckte. Um Gottes Willen, glaubt ihm nicht: er iſt Euer Feind!“
Mehr und mehr wuchs das Erſtaunen des Greiſes. Die Worte Cäciliens machten die verkehrte Wirkung auf ſein Gemüth. Er hob das Mädchen von dem Boden auf und ſtieß ſie zurück. Dabei ſchüttelte er ſchmerzlich den Kopf und ſah Thys an, als früge er ihn etwas.
„Grämt Euch nicht zu ſehr um ihretwillen, Jan⸗ Ohm,“ ſprach der Betrüger.„Ihr ſeid jung geweſen, vielleicht habt Ihr einmal geliebt. Dann werdet Ihr auch wiſſen, wozu blinde Liebe verführen kann, wenn habſüchtige Menſchen das böſe Feuer ſchüren. Aber laßt es dabei bewenden; Cäcilie iſt verführt, ſie verdient weit eher unſer Mitleiden, als unſern Zorn.“
Dieſe Schmähung und die Ungerechtigkeit ihres Oheims erweckten das Mädchen wieder aus ihrer Nieder⸗ geſchlagenheit.
„O, es iſt zu viel!“ rief ſie entrüſtet aus,„ich will Euer Mitleiden nicht; es würde mich beflecken! Wie! Habt Ihr nicht ſo eben noch Euch gefreut, daß unſer Oheim nicht mehr lange leben werde?“
„Ich habe geſagt,“ antwortete Thys,„Ihr ſollt die wenigen Jahre, die Gott ihm noch vergönnen möge, nicht durch Widerſetzlichkeit gegen ſeinen Willen verkürzen.“
„Falſchheit, nichts als Falſchheit!“ rief das Mädchen. „Habt ihr nicht meines Ohms geſpottet und ihn Geizhals ge⸗ nannt. Habt Ihr mich nicht zu einer ſchändlichen Verbindung mit Euch zu verleiten geſucht, um das Vermögen meines Oheims in Ueppigkeit und Schlemmerei zu verpraſſen.
Und hal mein Ol
Dir das die Hät nichts!“
V
fragte vergebl doch n Wittwe Warum D wöhnlit ſeinem wollte: neuer Hände
Antwe
gehob
nach zu, u


