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Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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verlaſen und die Thüre von innen in aller Stille ver⸗ riegelt.

Einen Augenblick ſpäter hörte Cäcilie etwas tiefer im Hauſe Thys' Stimme, welche rief:

„Jan⸗Ohm! Jan⸗Ohm!“

Das Mädchen ſprang zitternd auf und ſeufzte mit beſtigen Erſchrecken, während ſie in dem Zimmer umher ſah:

„Himmel, er iſt zu meinem Ohm gegangen, um ihn im Voraus gegen mich zu ſtimmen.“

Verzweifelt lief ſie nach der Nebenthüre und wollte ſie öffnen. Ein Schrei des Entſetzens entflog ihr, als ſie ſah, daß Thys den Riegel von innen vorgeſchoben.

„Ach,“ rief ſie,„er wird mir nicht glauben! Meine einzige Hoffnung iſt verloren. Was thun? O, daß Gott mir beiſtände!“

Sie ſank auf einen Stuhl und ſah ſtarr vor ſich hin, während ſie von Zeit zu Zeit zitterte, wenn über ibr die Schritte des Oheims und Thys die Decke krachen machten.“

Sie hatte nur kurze Zeit dageſeſſen, als ſich die Thüre öffnete und ihr Ohm mit Thys in das Zimmer trat.

Das Geſicht des Greiſes zeugte von Gram und Kummer; Thys aber ſchien die Maske der Einfalt wieder vorgenommen zu haben. Der Letzte ging langſam und ſcheinbar gleichgültig zu dem Schornſtein hin und ſetzte ſich an dem Heerde nieder.

Der Ohm nahm gleichfalls einen Stuhl, ſetzte ſich unfern von dem weinenden Mädchen und ſprach mit ſchmerzlichem Tone:

„O Cäcilie, ich hätte nicht geglaubt, daß Du ſo undankbar ſein könnteſt: ich glaube es noch nicht. Was ich thun will, iſt gut für Dich: aus Liebe zu Dir iſt der Wunſch in mir entſtanden, Dich mit einem Manne zu verbinden, deſſen Sparſamkeit mir die Gewißheit gibt,

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