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Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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„Kaet, wollt Ihr etwas für mich thun, aber Ihr müßt es feſt verſprechen.“

„Mit Freuden, Fräulein.“

„Nun, betet nicht für mich,— betet für meinen Ohm. Wollt Ihr es nicht vergeſſen?“

„Ich werde es thun.“

„Auf Wiederſehen.“

Unter Wiederholung des feurigſten Dankes trat die Wittwe in den Fußweg. Dann und wann ſah ſie ſich nach Cäcilien um, die nach Hauſe eilte.

Die arme Mutter ſagte gerührt zu ihrem Kinde:

„Miekchen, Du haſt die Nacht von einem Engel geträumt. Das iſt der Engel!.... Und der häß⸗ liche Thys auf dem Kloſterhof, das iſt der Teufel..... Komm, liebes Miekchen, laß uns laufen, Kind.“

III.

Ciäcilia öffnete die Thüre ihrer Wohnung und trat ein. Niemand befand ſich in dem Erdgeſchoſſe. Die kalte Einſamkeit dieſes Ortes machte immer einen tiefen Eindruck auf das Mädchen, ſo ſehr ſte auch daran gewöhnt war. Mit langſamem Blicke ſah ſie in dem Zimmer umher und ließ ihr Auge gleichgültig über die mit Spinngeweben be⸗ deckten Wände hinlaufen. Ein Ausdruck von Verdruß oder von Mitleiden überzog das Geſicht und ſie blieb einen Augenblick gedankenvoll in dem Gemache ſtehen. Gewiß ſtellte ihr Geiſt einen Vergleich an zwiſchen dem himmliſchen Ton von Muth, Iunfriedenheit und Liebe, der in der Hütte der armen Wittwe herrſchte, und der gräß⸗