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wohl machen, daß Niemand von unſerer Seite etwaz bekommt.“
„Mein Oheim iſt gerecht,“ ſagte Cäcilia.„Iſt ſeine Lebensart auch ſonderbar, ſo iſt ſein Herz doch gut.“
„Ich weiß es, Fräulein, aber kennt Ihr Thys?“
Das Mädchen ſah ſie erſtaunt an.
„Ich kenne ihn; er wohnte lange in meinem Ge⸗ burtsort. Thys iſt ein Mann, der früher das Gut ſeinen Aeltern vergeudet und ſeinen Vater zu Tode geplagt hat⸗ Da er ziemlich gelehrt iſt, wurde er aus Noth eine Anf Seelenverkäufer und Sachwalter, und ſo kam er auch, um eine krumme Sache grade zu machen, auf der
Klboſterhof. Er ſah raſch, daß hier guter Boden zum Betrügen
ſei. Der Verſchwender, der Frevler, der Böſewicht gab ſich fü geizig, mäßig und fromm aus..... Wißt Ihr warum Fräulein? Um Euch das Erbe, und das Erbe ſo viele anderer armen Menſchen, der Verwandten unſerer Seite. zu rauben. Und vielleicht,..... doch nein, Euer Ohm liebt Euch zu ſehr.“
Cäcilia ſtand geſenkten Kopfes da und ſah zu Boden⸗ Sie überlegte die ſeltſame Mittheilung der Wittwe.
Dieſe fuhr fort:
„Aber befürchtet nichts, Fräulein; ein Menſch hat bisweilen mehr Muth und Verſtand für Andere, als füt ſich ſelbſt. Thys weiß wohl, daß die arme Kaet ihn vielleicht doch noch im Wege ſſtehen wird. Ueberdieß ſeid Ihr die einzige und nächſte Erbin Eurer Linie, da Euet Vater der Bruder von Jan⸗ Ohm war.— Wir wollen ſpäter mal näher über die Sache ſprechen; ich wollte Euch nur vor dem falſchen Menſchen warnen.... Zu lange ſchon habt Ihr hier in der Kälte Eure Güte für eine arme Wittwe an den Tag gelegt. Ich gehe, um meine Kinder mit der freudigen Nachricht zu tröſten und für Euch zu beten, Fräulein.“
Cäcilia richtete ſich auf, ergriff die Bettlerin bei der Hand und fragte:
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